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Cloud-Computing: Wie werden Sie schneller, besser und günstiger?


in Unternehmen, Cloud

Der schnelle Wandel der Technologie

Als erfahrene Experten haben wir uns schon daran gewöhnt, dass die Technologie sich jedes Jahr schneller verändert und es umso wichtiger wird, negative Auswirkungen aufs Geschäft zu minimieren, je mehr geschäftliche Transaktionen von effektiven und effizienten IT-Services abhängen. Vor vielen Jahren erfuhr ich, wie schwierig es sein kann, in der Lage zu sein, Hardware, Software und Kunden in Anbetracht dieses rapiden Wandels noch effektiv zu unterstützen.

Innerhalb nur weniger Jahrzehnte haben wir die Entwicklung vom Mainframe über verteilte Systeme bis zum Cloud-Computing vollzogen. Doch mit Blick auf die moderne Entwicklung und die Rechenleistung, Speicherkapazität und Netzwerkperformance, die für heute gängige geschäftliche Transaktionen erforderlich sind, ergeben sich erstaunliche Zahlen. Mit dem heutigen exponentiellen Wachstum vieler Unternehmen sind auch schnellere Antwortzeiten, mehr Rechenleistung, mehr Speicher, größere Bandbreiten und Durchsätze sowie schnelleres Provisioning gefragt, und das nur, um die grundsätzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Besser, schneller, günstiger

Die Zeichen stehen seit jeher wenig überraschend auf „schneller, besser, günstiger“. Doch wie es scheint, können einige Anbieter nicht alle drei Erwartungen gleichzeitig erfüllen. Diese Firmen neigen dazu, sich auf „schneller“ und „günstiger“ zu konzentrieren und dabei „besser“ aus den Augen zu verlieren. Doch können sie sich das wirklich leisten?

Ich staune häufig darüber, wie wenig (manchmal gar keine) Aufmerksamkeit manche Unternehmen dem Zustand Ihres IT-Betriebs widmen. Neue ebenso wie traditionsreiche Unternehmen aller Größenordnungen – sie alle vergessen manchmal über der Fixierung auf schneller und billiger, dass besser sehr viel nachhaltiger zur Performance und Kosteneffizienz beitragen kann, die alle erreichen wollen.

Cloud-Computing ist gewiss kein neues Konzept – die Kombination aus der erstaunlichen Rechenleistung und der uneingeschränkten Verfügbarkeit moderner Hardware mit fantastischen Virtualisierungslösungen bildet den Grundpfeiler für schnellere und kostengünstigere IT-Services. Dies wird offensichtlich bei einer effizienten Orchestrierungsebene, die das Provisioning automatisiert, indem sie dem Endanwender einen umfangreichen und leistungsstarken IT-Katalog anbietet, um seine Bedürfnisse schneller und günstiger denn je zu erfüllen.

Ist dieses Modell wirklich kostengünstig und schnell?

Doch, was geschieht, wenn Unternehmen sich entschließen, in Cloud-Computing-Technologien zu investieren, um ihre IT schneller und kostengünstiger zu machen, doch am Backbone und den Prozessen sparen, die für bessere IT-Services notwendig sind? Oder noch besser, was passiert, wenn diese Kunden in Cloud-Computing investieren, um geschäftskritische Anwendungen wie SAP in eine Cloudumgebung zu migrieren, ohne auf deren Qualität (den Faktor besser) zu achten und damit ihrem Geschäft letztlich Schaden zufügen?

 In diesen Fällen ist die jeweils gewählte neue Lösung nicht in der Lage, auch nur eine einzige der drei gewünschten Eigenschaften vorzuweisen: Sie ist nicht schneller aufgrund der häufigen Dienstunterbrechungen, sie ist nicht billiger aufgrund der mangelnden Dienstverfügbarkeit, und sie ist gewiss nicht besser, da sie schlussendlich dem Unternehmen schadet.

 Darum ist der Faktor besser meiner Meinung nach ausschlaggebend für den Erfolg bei der Bereitstellung neuer Technologien wie Cloud-Computing. Dieser Faktor, den ich meine, kann auch als Reife bezeichnet werden. Der Reifegrad Ihres IT-Betriebs ist der Schlüssel zur Bereitstellung schneller und zuverlässiger IT-Dienste zu angemessenen Kosten, mit denen ein Anbieter Kundenerwartungen erfüllen und manchmal auch übertreffen kann.

 Wo finden Sie den Faktor "besser"?

Ganz gleich, ob Sie Ihre Geschäfte auf einer Private-, Public- oder Hybrid-Cloud-Lösung durchführen, maßgeblich für schnellere, günstigere und bessere IT-Services sind der Reifegrad Ihrer IT-Abteilung und die Beauftragung eines IT-Anbieters mit erwiesener operativer Reife.

Nur wer den richtigen operativen Reifegrad erreicht (allein und mit seinen IT-Partnern), wird kurz- und langfristig signifikante Einsparungen erzielen. Wenn Ihnen das gelingt, profitieren Sie von den Vorteilen einer proaktiven Supportorganisation:

  • Sie ermöglichen es Ihren IT-Services, negative Auswirkungen aufs Geschäft zu minimieren oder ganz zu beseitigen, manchmal auch, bevor es überhaupt zu Ausfällen oder Unterbrechungen kommt.
  • Sie ermöglichen es dem Kunden, durch laufende, individuelle Anpassung der Technologie eigene Anforderungen selbstständig zu erfüllen und von höherer Verfügbarkeit mit vorhersehbaren Servicelevels zu profitieren.

Darüber hinaus steigern Sie die Menge an aufbewahrten Schlüsselressourcen. Ein höherer Grad an operativer Reife äußert sich unmittelbar durch weniger Fälle von Schadensbehebung, geringere Belastung und eine Minimierung unvorhergesehener Überstunden.

Was können Sie sich leisten?

Können Sie es sich also wirklich leisten, den Faktor „besser“ außer Acht zu lassen? Und glauben Sie immer noch, dass Sie in der Lage sein werden, auch ohne ihn schnellere und günstigere IT-Services anzubieten? Können Sie es sich leisten, keinen angemessenen Reifegrad für Ihren IT-Betrieb zu erreichen? Können Sie es sich leisten, Anbieter zu beauftragen, denen es an operativer Reife mangelt?

Wenn Sie glauben, das zu können, rate ich Ihnen, einen genauen Blick auf Ihre Bilanz zu werfen – vor allem in Hinblick auf verborgene Kosten, etwa durch Projektverzögerungen, verlorene oder entgangene Geschäfte. Sie werden rasch verstehen, warum sich eine auf schneller und billiger ausgerichtete Strategie langfristig nicht auszahlt, wenn Sie nicht auch besser einbeziehen.

Am sinnvollsten ist es, Anbieter als Partner zu wählen, die Ihnen ihren operativen Reifegrad belegen können und bereitwillig ihre betrieblichen Best Practices offenlegen. Nehmen Sie zukünftig verschiedene (zu Ihrem Unternehmen passende) Reifegradanforderungen in Ihre Ausschreibungen auf, bevor Sie neue Anbieter beauftragen, und machen Sie die operative Reife zu einer Grundvoraussetzung, die erfüllt werden muss. Dadurch steigern Sie nicht nur Ihre gesamte Servicequalität, sondern tragen auch dazu bei, den Reifegrad Ihres eigenen Betriebs schneller zu verbessern.

Gabriel
Twitter: @glopezIMS

Gabriel Lopez ist zertifizierter ITIL-Experte, Lean IT- und EMC Proven Professional mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen Servicebereitstellung und IT Operations.