Virtustream Blog

Als Wagnis begonnen. Als Unternehmen bewährt. [und jetzt] Stark mit EMC


in Unternehmen, EMC, Karriere

Ich werde einmal versuchen, die letzten 6 Jahre in etwa 1.000 Wörtern zusammenzufassen. Das könnte zu einer größeren Herausforderung für mich werden als dieser Deal, den wir gerade unter Dach und Fach gebracht haben.

Bevor wir beginnen, möchte ich zunächst Joe Tucci, Pat Gelsinger, Howard Elias und allen anderen danken, die an uns geglaubt haben. Virtustream nimmt die unglaubliche Verantwortung, zum neuesten Unternehmen in der EMC Federation zu werden, mit Freuden an.

Wir werden euch nicht enttäuschen.

 Ein paar Hintergrundinformationen:

 Als mein Mitbegründer Kevin Reid und ich Virtustream im Januar 2009 gründeten, waren wir das Gegenteil all der anderen Silicon-Valley-Hipsters. Wir waren zwei Mittvierziger von der Ostküste, deren technische Erfahrung größtenteils aus dem Anwendungsservicebereich stammte (Unsere Lebensläufe). Wir waren wahrscheinlich die uncoolsten „Jungs“ im Cloudsektor. Trotzdem hatten wir uns vorgenommen, ein neues Unternehmen für Cloudsoftware und -services aufzubauen, das schließlich mit den Großen der Branche konkurrieren sollte. Glücklicherweise waren wir so naiv.

Zu dieser Zeit bewunderten wir die Core-Cloudarchitektur, die AWS aufgebaut hatte, und die schließlich den Public-Cloud-Markt schuf, den AWS heute noch immer dominiert. Wir hatten jedoch das Gefühl, dass der Versuch, ein AWS-Modell in kleinerer Skalierung aufzubauen, unternehmerischem Selbstmord gleichkäme. Stattdessen konzentrierten wir uns auf die Einbindung vieler der Prinzipien, für die AWS in den Bereichen Mehrmandantenfähigkeit, Skalierbarkeit, Orchestrierung und Automatisierung Vorreiter waren, und die zur Lösung der technischen Probleme beitrugen, die mit der Ausführung I/O-intensiver, geschäftskritischer Geschäftsanwendungen (wie SAP und andere) in der Cloud verbunden sind. Darüber hinaus konzentrierten wir uns auf die Automatisierung vieler der Systemfunktionen, die zum Management dieser besonderen Geschäftsanwendungsumgebungen erforderlich sind, um so für die auf unserer Cloud ausgeführten Technologielandschaften Managed Services mit einzigartiger Effizienz anbieten zu können. Virtustream war geboren.

Inmitten der US-Kreditkrise 2009/2010 hatten wir also Venturecapital eingesammelt, ein Team zusammengestellt und damit begonnen, xStream, unsere Cloudmanagementplattformsoftware zu entwerfen und zu programmieren. Sollten Sie mit unserer Technologie nicht vertraut sein, finden Sie hier einen kurzen allgemeinen Überblick.

Wir verwenden xStream heute, um unsere eigene Cloud-IaaS in Nordamerika und Westeuropa zu betreiben und Serviceanbietern weltweit als kommerzielles Softwareprodukt zur Verfügung zu stellen, um eigene Cloud-IaaS-Angebote zu vermarkten. Daneben stellen wir die Lösung Unternehmen und Behörden auch direkt zum Aufbau von Private Clouds zur Verfügung.

Unsere Werbung

Während es im VC-Bereich in den letzten 5-10 Jahren einige vielversprechende IP-Entwicklungen für Cloudsoftware und -services gab, sind praktikable/nachhaltige kommerzielle Lösungen rar gesät. Darauf sind wir besonders stolz. Wir konnten uns in dieser Hinsicht von der Masse absetzen und haben als junges Unternehmen in relativ kurzer Zeit umsetzbare kommerzielle Ergebnisse in einem Bereich erreicht, der durch hohe IP-Intensität und intensiven Wettbewerb gekennzeichnet ist.

Unser Unternehmen macht heute einen Jahresumsatz von ca. 100 Millionen USD, von denen 60 % auf Cloud-IaaS und 40 % auf Cloudsoftware entfallen – wobei wir letztere vor allem an andere Serviceanbieter in der ganzen Welt lizenzieren. Ich bin überzeugt, dass wir jetzt erst den ersten Wendepunkt in Richtung einer Skalierung dieses Unternehmens erreicht haben. Nicht so sehr hinsichtlich unseres bisher erreichten Umsatzes, sondern vor allem hinsichtlich des Umsatzprofils, das sehr von einem Wachstum wiederkehrender Umsätze geprägt ist, weil sowohl für IaaS als auch für die Software Fortune 500-Kunden gewonnen werden konnten. Wir haben bis dato erwiesen, dass wir uns in unseren Kernbereichen gegen jeden durchsetzen können – selbst ohne die gleiche geografische Reichweite oder die Mittel, die unseren Wettbewerbern zur Verfügung stehen. Vor etwas mehr als 6 Jahren gab es Virtustream noch gar nicht und ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns in einer guten Position befinden, innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens durch Verfolgung unseres eigenen Wachstumspfads und vollständiger Ausnutzung der Ressourcen und Reichweite der Federation einen Milliardenumsatz zu erreichen. Ja, Sie können mich alle daran messen.

Dieser Abschluss

Wir haben jetzt etwa ein Jahr daran gearbeitet, Virtustream an die Börse zu bringen. Wir haben zuvor in diesem Jahr bereits mit Bankern gesprochen und zahlreiche Daten erhalten, zu welchem Preis wir an die Börse gehen könnten. Wir haben einen Standard-3-Quartals-Prozess für die Auswahl einer Bank begonnen, ein S-1 verfasst und dieses schließlich bei der SEC eingereicht. Unser IPO-Zielzeitraum war das 4. Quartal 2015 bis 1. Quartal 2016.

Wie so oft, wenn Sie einen Prozess wie diesen durchlaufen, tauchen Übernahmebewerber auf. Wir hatten Gesprächspartner, die wir gut kannten und von denen wir wussten, dass sie Interesse an uns haben. Wir haben zahlreiche Absichtserklärungen erhalten und unsere Optionen ausgewertet. Der ultimative Wert dieser Absichtserklärungen und der aktuelle Wert der Börsenwertschätzungen lagen alle im Bereich um die 1,2 Mrd. USD. Wir fanden uns in der großartigen Position wieder, Optionen zu haben, trugen jedoch auch eine große Verantwortung, die richtige Wahl für unsere Kunden, Mitarbeiter und Anteilseigner zu treffen.

Wir haben uns für EMC entschieden. Die Entscheidung ist uns, ehrlich gesagt, recht leicht gefallen. Neben den von EMC vorgeschlagenen Bedingungen waren die unternehmensorientierte Technologie und die Serviceressourcen innerhalb der EMC Federation konkurrenzlos. Wir glauben, dass wir dazu beitragen können, die EMC Vision einer Ausführung beliebiger Unternehmensanwendungen in der Cloud, überall in der Welt und mit der Methode, die für den Kunden am sinnvollsten ist, Realität werden zu lassen. Die Reichweite, Vertriebsstärke, das Geschäftsmodell und die Ressourcenbasis von EMC verschaffen uns buchstäblich die Möglichkeit, diesen kostbaren Kernel der von uns entwickelten IP zu nehmen und die Welt damit zu erobern. Die Struktur als neues Federation-Unternehmen gibt uns die Möglichkeit, unseren eigenen Traum einer Veränderung der Welt des Enterprise-IT-Computing zu erfüllen. Wir freuen uns darüber, was dies für die Erweiterung unserer Technologieangebote und Reichweite für unsere Kunden und Partner weltweit bedeutet – die eine so wichtige Rolle nicht nur für unsere Entwicklung, sondern auch für die unserer Produkte und Services einnehmen.

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass alle Personen, mit denen wir bei EMC gesprochen haben, nicht nur herausragend in ihrem jeweiligen Fachgebiet waren, sondern zudem auch menschlich überzeugt haben. Auch dies war für uns von großer Bedeutung.

Wir sind überwältigt, voller Energie und begeistert, jetzt mit EMC stark zu sein.